Buenas,
nun geht es endlich los. Ich bin angekommen in Bogota, Kolumbien. Jedoch lief mal wieder nicht alles rund. Am Flughafen angekommen, wollte die Dame am Check-In mich nicht einchecken, weil ich nur ein one-way-Ticket hatte und sie meinte, dass ich so nicht nach Kolumbien einreisen koenne. Also musste ich mir noch das billigste Ticket kaufen, was es gab aus Kolumbien raus. Sie versicherte mir allerdings, dass ich das Ticket dann einfach wieder zurueckgeben koenne. Das man ein Ticket aus Kolumbien braucht, hatte ich nirgendwo gelesen und es stellte sich auch heraus, dass ich nicht ein einziges Mal danach gefragt wurde :)
Mit meinem Sitznachbar konnte ich schon auf dem Flug mein Spanisch auspacken und als der Flieger landete schallte laut "Viva Colombia! Viva!" durch den Flieger :) Vom Flughafen aus, nahm ich dann einen Bus richtung Stadtmitte. Mein Nachbar erklaerte mir schonmal in welche Gegenden ich besser jetzt nicht gehen sollte. Der Bus fuhr leider nicht direkt in den Stadtkern und so musste ich die letzten Meter laufen. Nach den ganzen Horrorgeschichten aus Deutschland war mir dabei zwar nicht sehr wohl, ich hatte allerdings keine andere Wahl. Schnell fand ich jedoch ein super Hostel und viel totmuede ins Bett.
Gestern dann machte ich mich auf den Weg zur Iberia-Zentrale hier in Bogota. Da diese ein bisschen ausserhalb der Stadt lag, ich aber kein Taxi nehmen wollte musste ich mich also schonmal mit dem Bus-Metro-System vertraut machen. Bei Iberia dann wurde mir mitgeteilt, dass man das Ticket nur in Deutschland zurueck geben kann. Anscheinend funktioniert es aber auch ueber E-Mail Verkehr. Leider ist nun Wochenende. Naja, mal abwarten. Wiedr zurueck im Hostel traf ich auf meine deutsche Mitbewohnerin. Wir waren beide den Tag davor angekommen und beschlossen gemeinsam loszuziehen, weil uns beiden nicht so wohl war. Es stellte sich allerdings heraus, dass es voellig entspannt ist in Bogota herumzulaufen. Es gibt zwar Gegenden da sollt man besser Abends nicht sein, aber der Gossteil ist ungefaehrlich. Auch der Slogan von Bogota lautet: "The only Danger is wanting to stay." Wir schauten uns dann einige Sehenswuerdigkeiten an. Darunter auch das Polizeimuseum, welches die wahnsinnige Geschichte von Pablo Escobar schildert. Nina nahm mich dann am fruehen Abend mit zu einem kolumbianischen Freund, den sie hier hat. Er zeigte uns ein bisschen das Nachtleben von Bogota und spaeter assen wir noch Abendessen mit Ihm und seinen Freunden.
Mein Spanisch funktioniert schon sehr gut. Ich kann nach allem Fragen. Die Antworten verstehe ich allerdings nicht so oft :) Auf jeden Fall merke ich, dass ich schnell besser werde. Gerade habe ich gefruehstueckt. Pastello de Carne - Teigtaschen mit Hackfleisch drinn. Ziemlich geil :) Und jetzt werde ich nochmal in die Stadt gehen und auch mal nach einer Moeglichkeit zu klettern suchen :) Am Montag habe ich mir dann vorgenommen Richtung Norden aufzubrechen mit dem Ziel Santa Marta.
Soweit erstmal die Situation hier.
Phil